Zettel könnte Hinweis auf Epstein-Suizid geben

Ein ehemaliger Mitgefangener von Jeffrey Epstein hat einen Zettel entdeckt, der möglicherweise vom verstorbenen Finanzier stammt und als Hinweis auf seinen geplanten Suizid gewertet wird.

Entdeckung des Zettels

Nicholas Tartaglione, der mit Epstein eine Zelle teilte, fand den Zettel in einem Comicbuch, das sich in ihrer gemeinsamen Zelle befand. Der Inhalt des Dokuments wurde von Tartaglione als möglicher Abschiedsbrief interpretiert. Der Zettel soll den Satz enthalten: "Zeit, sich zu verabschieden", was Tartaglione als Ankündigung von Epsteins Selbstmord deutete.

Der ehemalige Zellengenosse übergab den Zettel seinen Anwälten, um Epsteins Vorwurf zu widerlegen, Tartaglione habe ihn angegriffen. Die Anwälte reichten das Dokument als Beweismittel ein, woraufhin ein Bundesrichter es versiegelte.

Juristische und mediale Reaktionen

Die New York Times beantragte die Aufhebung der Versiegelung des Dokuments, um dessen Inhalt öffentlich zugänglich zu machen. Bislang ist unklar, ob das Gericht diesem Antrag stattgeben wird. Der Zettel könnte neue Fragen zu den Umständen von Epsteins Tod aufwerfen, der am 10. August 2019 in seiner Zelle erhängt aufgefunden wurde.

Epsteins Tod löste weltweit Kontroversen aus, da er zum Zeitpunkt seines Suizids wegen sexuellen Menschenhandels angeklagt war. Die Entdeckung des Zettels könnte nun erneut Diskussionen über die Umstände seines Todes entfachen. Tartaglione, der selbst wegen eines anderen Verbrechens verurteilt wurde, hat durch die Vorlage des Dokuments versucht, seine eigene Rolle in dem Fall zu klären.