Abschiedsbrief von Epstein unter Verschluss Ein ehemaliger Mitgefangener von Jeffrey Epstein behauptet, einen Abschiedsbrief des verstorbenen Milliardärs gefunden zu haben, der nun Gegenstand einer Gerichtsanfrage der New York Times ist.

Hintergrund zum Fall Epstein

Jeffrey Epstein, ein umstrittener Milliardär, der jahrelang einen Missbrauchsring betrieben hatte, wurde am 10. August 2019 tot in seiner Gefängniszelle in New York aufgefunden. Laut Autopsiebericht handelte es sich um einen Suizid. Epstein war zu diesem Zeitpunkt 66 Jahre alt und wartete auf seinen Prozess wegen sexuellen Missbrauchs minderjähriger Mädchen.

Bereits im Juli 2019 hatte es einen ersten Suizidversuch Epsteins gegeben, bei dem ein Mitgefangener angeblich einen handschriftlichen Brief des Milliardärs entdeckte. Der Zettel soll auf gelbem Papier verfasst worden sein und wurde den Anwälten des Mitgefangenen übergeben, um Vorwürfe zurückzuweisen, dieser habe Epstein angegriffen.

Gerichtliche Auseinandersetzung um den Brief

Die New York Times hat inzwischen eine gerichtliche Petition eingereicht, um den vermeintlichen Abschiedsbrief zu veröffentlichen. Sollte das Dokument existieren und authentisch sein, könnte es Aufschluss über Epsteins psychischen Zustand in den Wochen vor seinem Tod geben. Bislang ist der Brief jedoch unter Verschluss und weder der New York Times noch den Behörden zugänglich.

Das US-Justizministerium bestätigte, dass es den Brief nicht in seinem Besitz hat. Auch in den bisherigen Ermittlungen der Behörden spielte das Schreiben keine Rolle. Dies wirft Fragen auf, warum ein potenziell relevantes Dokument nicht Teil der offiziellen Untersuchungen war.