Die NEOS haben in den Verhandlungen über die Wehrdienstreform um Geduld gebeten, während Milizbeauftragter Erwin Hameseder den Vorschlag der Partei für ein Berufsheer als absurd kritisierte und das SPÖ-Modell „6+2“ als unzureichend ablehnte.

Die NEOS haben in der laufenden Debatte um die Wehrdienstreform um Geduld gebeten. Parlamentsklubchef Yannick Shetty verwies auf den Stand der Verhandlungen und sagte, es lägen „viele Modelle am Tisch, die Verhandlungen laufen“. Sechs Monate Verhandlungsprozess für eine wirklich große Reform sei „jetzt nicht ewig“.

Shetty räumte zugleich ein, dass die geopolitische Lage Zeitdruck für die Reform erzeuge. Die NEOS bevorzugen nach seinen Angaben das schwedische Modell, das eine Registrierungspflicht für alle – Männer und Frauen – vorsieht. Wird das Freiwilligenziel nicht erreicht, soll die Lücke nach dem NEOS-Vorschlag durch eine Wehrpflicht aufgefüllt werden.

SPÖ und ÖVP: Verhandlungen laufen

Die SPÖ drängt unterdessen auf ein „6+2-Modell“ und reagierte positiv auf einen früheren „6+3“-Vorschlag der ÖVP, verwies aber wie die NEOS auf die Verhandlungen. Bundeskanzler Christian Stocker hatte zuvor ein „6+3-Modell“ ins Spiel gebracht – also weiter sechs Monate Wehrdienst plus drei Monate Milizübungen. Damit komme die ÖVP zumindest der SPÖ entgegen.