Die Trump-Administration hat den Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, und rund ein Dutzend weitere IStGH-Mitarbeiter sanktioniert – als Vergeltung für die Haftbefehle des Gerichts gegen hochrangige israelische Amtsträger, darunter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, im Zusammenhang mit dem Krieg in Gaza, sowie für IStGH-Untersuchungen zu US-Personal in Afghanistan. Dies hat eine rechtliche Herausforderung durch Menschenrechtsvertreter ausgelöst.

Die von Außenminister Marco Rubio angekündigten Sanktionen markieren eine ungewöhnlich direkte Konfrontation zwischen Washington und dem weltweit einzigen ständigen Kriegsverbrechertribunal. Sie richten sich persönlich gegen Khan und rund ein Dutzend weitere Gerichtsmitarbeiter, frieren jegliche in den USA befindlichen Vermögenswerte ein und verbieten amerikanische Geschäftsbeziehungen mit ihnen. Die Maßnahmen wurden von der Administration als Reaktion auf das dargestellt, was sie als Überschreitung der Zuständigkeit des Gerichts in Fragen außerhalb seines Mandats bezeichnete.