Im Untreue-Prozess gegen den ehemaligen Linzer Bürgermeister Klaus Luger hat am Linzer Landesgericht der zweite Verhandlungstag stattgefunden, an dem die Richterin das Urteil für die Mittagszeit ankündigte.

Zu Beginn des zweiten Verhandlungstages wiederholte die Staatsanwältin den bereits bekannten Kern der Anklage. Demnach habe Luger im Jahr 2017 im Auswahlverfahren für die künstlerische Geschäftsführung der Linzer Veranstaltungsgesellschaft LIVA und damit auch für die Intendanz des Brucknerhauses seinem bevorzugten Bewerber, Dietmar Kerschbaum, vorab die Fragen der Hearingkommission zugespielt. Dieser Vorwurf steht im Zentrum der sogenannten Brucknerhaus-Affäre, die die Stadt Linz seit Jahren beschäftigt und schließlich zu einem Strafverfahren gegen den früheren Stadtchef führte.