Wien, 02 Juli 2026

Im Wiener Untreue-Prozess gegen den ehemaligen FPÖ-Politiker und früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache wird am Donnerstag am Landesgericht Wien ein Urteil erwartet.

Im Zentrum der sogenannten Causa „Lebensversicherung" steht die Frage, ob Strache sich als damaliger Obmann 2014 widerrechtlich als Begünstigten einer von der Wiener Landes-FPÖ abgeschlossenen Lebensversicherung eintragen ließ. Die Staatsanwaltschaft wirft Strache vereinfacht gesagt vor, mit Hilfe eines Mitangeklagten die Versicherungspolizze zu seinen Gunsten geändert zu haben.

Die Anklage spricht von einem „In-sich-Geschäft", da Strache hier sowohl als neuer Begünstiger sowie als Vertreter der Partei, also der alten Begünstigten, unterschrieben habe. Damit habe er nach Auffassung der Anklage in einer Person auf beiden Seiten einer Transaktion gestanden.