Der ehemalige Beamte des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Egisto Ott, ist am Mittwoch wegen Spionage für Russland zu 49 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden.

Das Wiener Landesgericht sah es als erwiesen an, dass Ott zwischen 2015 und 2022 geheime Informationen an den russischen Geheimdienst weitergegeben hat. Die Anklage umfasste 120 Teilvorwürfe, darunter Amtsmissbrauch und Landesverrat.

Laut Anklage hat Ott unter anderem Daten über Personen erhoben, an denen Russland ein Interesse hatte, darunter Aufenthaltsorte und Reisebewegungen. Diese Informationen sollen an den Ex-Wirecard-Vorstand Jan Marsalek und Vertreter des russischen Nachrichtendienstes gelangt sein.

Die inkriminierten Handlungen hätten 'die nationale Sicherheit der Republik Österreich beeinträchtigt', heißt es in der Anklageschrift. Ott soll für seine Dienste mindestens 20.000 Euro erhalten haben.