Die österreichische Pionierin der Medienkunst und feministische Ikone Valie Export ist am 12. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren gestorben.
Die österreichische Medienkünstlerin und Feministin Valie Export ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Ihr Werk prägte die internationale Kunstszene und setzte wichtige Impulse für feministische Diskurse.
Die österreichische Pionierin der Medienkunst und feministische Ikone Valie Export ist am 12. Mai 2026 im Alter von 86 Jahren gestorben.
Valie Export, geboren 1940 in Linz, zählte zu den prägendsten Künstlerinnen ihrer Generation. Mit ihren radikalen Performances, Filmen und Installationen hinterfragte sie gesellschaftliche Normen und Geschlechterrollen. International bekannt wurde sie unter anderem durch ihre Aktion "Tapp- und Tastkino" (1968), in der sie Passanten einlud, ihre Brüste durch einen Vorhang zu berühren – eine Provokation gegen die voyeuristische männliche Perspektive.
Ihre Arbeiten waren in renommierten Museen weltweit zu sehen, darunter das Museum of Modern Art in New York und das Centre Pompidou in Paris. In Österreich wurde ihr Schaffen unter anderem im Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) und im Lentos Kunstmuseum Linz gewürdigt.
Die Nachricht ihres Todes löste eine Welle der Anteilnahme in der Kunstwelt aus. Die Arbeiterkammer Wien würdigte sie als "eine der wichtigsten Stimmen der feministischen Kunst". Die APA zitierte eine Kollegin mit den Worten: "Ihr Mut, Tabus zu brechen, hat Generationen von Künstlerinnen inspiriert."
Valie Exports Einfluss reicht weit über die Kunst hinaus. Ihr Einsatz für Gleichberechtigung und ihr kritischer Blick auf Medien machten sie zu einer zentralen Figur des feministischen Diskurses. Auch junge Kreative auf Plattformen wie TikTok und Instagram beziehen sich heute auf ihr Werk.
In den letzten Jahren lebte die Künstlerin zurückgezogen in Wien. Ihr letztes großes Projekt war eine Retrospektive im Belvedere 21, die 2024 stattfand.