Heinz-Christian Strache ist am Donnerstag am Wiener Landesgericht im Untreue-Prozess um eine mit rund 940.000 Euro dotierte Lebensversicherung der Wiener FPÖ freigesprochen worden; auch der mitangeklagte frühere Parteifunktionär erhielt einen Freispruch.

Im Zentrum des Verfahrens stand eine von der Wiener FPÖ finanzierte Lebensversicherung, in die rund 940.000 Euro einbezahlt worden waren. Die Polizze war 2007 auf zehn Jahre abgeschlossen worden und sollte ursprünglich im Ablebensfall Straches Mutter und Kinder als Hinterbliebene absichern, während die Versicherungssumme ansonsten an die Partei geflossen wäre. Die Staatsanwaltschaft warf Strache und dem Mitangeklagten vor, durch eine Zusatzvereinbarung aus dem Jahr 2014 Strache eigenmächtig auch als Bezugsberechtigten im Erlebensfall eingesetzt zu haben – und zwar hinter dem Rücken der zuständigen Parteigremien.