Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré (Grüne) hat die Pflegereform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als verpasste Chance kritisiert und ihr vorgeworfen, weder Pflegebedürftige noch deren Angehörige spürbar zu entlasten.

Kritik an Warkens Plänen aus Kiel

Die Ministerin aus dem Norden kritisierte im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, die Reform bringe «keine Entlastungen bei den Eigenanteilen zur Pflege». Touré sagte: «Es ist bitter, dass die geplante Reform keine Entlastungen bei den Eigenanteilen zur Pflege bringt.» Die persönlichen Zuzahlungen für einen Heimplatz beliefen sich im ersten Jahr auf über 3000 Euro; angesichts dieser Summen zähle jeder Tag, an dem Betroffene auf eine spürbare Entlastung warten müssten.