SPD und Sozialverband VdK haben am Freitag den Vorstoß der CDU scharf kritisiert, wonach Pflegebedürftige künftig ihr Eigenheim zur Finanzierung der Pflege einsetzen sollen, bevor die Gemeinschaft einspringt.

„Wer fordert, selbstgenutztes Wohneigentum oder private Rücklagen künftig stärker zur Finanzierung von Pflege heranzuziehen, muss den Menschen ehrlich sagen, was das konkret bedeutet“, mahnte der SPD-Pflegepolitiker Christos Pantazis in den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für viele Familien sei das Eigenheim keine Luxusreserve, „sondern Ergebnis jahrzehntelanger Arbeit und ein zentraler Bestandteil ihrer Altersvorsorge“, gab er zu bedenken.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, nannte die Forderungen nach mehr privater Vorsorge „immer absurder und tatsächlich zynischer“. Sie betonte: „Schon heute können sich viele Menschen Pflege nicht mehr leisten. Pflege macht heute schon arm.“ Der Vorstoß sei daher „in beiden Fällen“ abzulehnen.