Bundestag und Bundesrat haben am Freitag erstmals über den Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung beraten, der Ausgabenbremsen für Praxen, Kliniken und die Pharmabranche sowie höhere Zuzahlungen für Versicherte vorsieht.

Finanzielle Lage und Ziel der Reform

Im Mittelpunkt der ersten Lesung im Plenum des Bundestages stand ein Entwurf, mit dem die schwarz-rote Koalition die finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenkassen stabilisieren will. Nach Angaben der Bundesregierung soll das Gesetzgebungsverfahren noch vor der Sommerpause in der zweiten Juliwoche abgeschlossen werden. „Kernpunkt der Novelle ist eine finanzielle Entlastung der Kassen ab dem nächsten Jahr“, heißt es in der Vorlage. Damit soll verhindert werden, dass die Zusatzbeiträge für die Versicherten weiter steigen.