Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte in Österreich haben für die Woche vom 12. bis 16. Oktober zu einem breiten Protest aufgerufen, bei dem landesweit weder Verhandlungen stattfinden noch Entscheidungen ergehen oder Amtsstunden abgehalten werden sollen.

Mit dem Ausstand wollen die Beschäftigten der Justiz nach eigenen Angaben auf eine aus ihrer Sicht unzureichende Ausstattung und mangelnde Wertschätzung ihres Berufsstands aufmerksam machen. Die Aktion ist als Aktionswoche angelegt und soll den gesamten Instanzenweg betreffen, sodass Gerichtsverfahren während des Zeitraums faktisch stillstehen.

In den Reihen der Justiz wird seit Längerem Kritik an der Personalsituation, an der technischen Ausstattung der Gerichte sowie an der Bezahlung laut. Auch die Belastung durch eine hohe Zahl anhängiger Verfahren und komplexer Ermittlungen wird angeführt. Die Aktionswoche ist als Signal an die Politik gerichtet, diese Probleme vorrangig anzugehen.