Im österreichischen Nationalrat hat am Mittwoch der erste Tag der Budgetberatungen begonnen, wobei das Kapitel Justiz für die schärfsten Wortgefechte zwischen Koalition und Opposition sorgte.
Im Zentrum der Debatte stand der Entwurf für das Doppelbudget, der für die Justiz in einem der beiden Jahre ein Plus von knapp sechs Millionen Euro und im anderen von knapp fünf Millionen Euro vorsieht. Damit würde der Justizbudgetstand laut den Bundesfinanzgesetzen die Marke von knapp 2,4 Milliarden Euro erreichen. FPÖ-Justizsprecher Harald Stefan und die ehemalige Justizministerin Alma Zadić (Grüne) werteten dieses Ergebnis unisono als reale Kürzung und übten scharfe Kritik an den Plänen.
Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) wies die Vorwürfe zurück und verwies auf den Reformstau, den sie von ihrem Vorgänger geerbt habe. Sie betonte, dass ihr Ressort im Gegensatz zu anderen Ministerien von echten Sparmaßnahmen verschont geblieben sei und sprach in diesem Zusammenhang von einem Erfolg.
