ÖVP-Klubobmann Ernst Gödl hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die seit Monaten laufenden Verhandlungen über eine Reform des österreichischen Wehrdienstes in einem Kompromiss münden werden.
Hintergrund
Die Wehrdienstkommission hatte das Modell „Österreich plus" vorgeschlagen, das acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate Milizübungen vorsieht und damit über die derzeitige Dauer des Präsenzdienstes von sechs Monaten hinausgeht. Darüber hinaus erarbeitete die Kommission ein alternatives „Stufenmodell", das ebenfalls bei sechs Monaten Grundwehrdienst ansetzt, aber insgesamt 100 Tage Milizübungen umfasst. Die Positionen der künftigen Koalitionspartner liegen damit teils weit auseinander.
Gödl, der seit Mai dieses Jahres als Sicherheitssprecher der Volkspartei den Klubvorsitz innehat, betonte, dass sich die ÖVP an den Empfehlungen der Fachexperten orientieren wolle. „Wir möchten uns schon daran orientieren, was die Fachexperten gemeldet haben", sagte der Klubobmann. Zugleich verwies er darauf, dass am Ende womöglich eine Entscheidung auf Ebene der Parteichefs nötig sein werde: „und möglicherweise wird es am Ende des Tages eine Entscheidung auf Parteichef-Ebene brauchen".
