Die geplante Reform des österreichischen Wehrdienstes verzögert sich weiter, während Kommissionsvorsitzender Erwin Hameseder eine Entscheidung bis spätestens Anfang Juni fordert.
Druck von der Wehrdienstkommission
Erwin Hameseder, Vorsitzender der Wehrdienstkommission, äußerte gegenüber dem "Kurier" (Dienstagsausgabe) deutliche Kritik an der Verzögerung der Reform. "Tag für Tag wird wertvolle Zeit verloren!", warnte er. Die von den Experten favorisierte Variante "Österreich plus" sieht acht Monate Grundwehrdienst, zusätzlich zwei Monate Miliz-Übungen und für Zivildiener einen auf zwölf Monate verlängerten Wehrersatzdienst vor.
Hameseder betonte, dass eine Reform ohne Verlängerung des Zivildienstes für ihn ein "No-Go" sei: "Bei jeglicher Reform muss der Wehrersatzdienst zwölf Monate dauern und einen aktiven Beitrag zum Zivilschutz leisten." Unterstützung dafür komme von Organisationen wie der Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder dem Arbeitersamariterbund.

