Wals-Siezenheim, 25 Juli 2026

Beim Sommerministerrat in Wals-Siezenheim hat die österreichische Regierung einen Gesetzesentwurf für ein verpflichtendes Social-Media-Mindestalter von 14 Jahren in Begutachtung und zur Notifizierung an die EU-Kommission geschickt, der nach Angaben der Beteiligten im Jänner 2027 in Kraft treten soll.

Die türkis-rote Koalition hat sich nach wochenlangen Verhandlungen auf einen konkreten Entwurf verständigt. Vizekanzler und Medienminister Andreas Babler (SPÖ) und Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) präsentierten das Ergebnis am Montag nach der Sitzung in Salzburg. Das Vorhaben sieht vor, dass Kinder unter 14 Jahren Social-Media-Plattformen mit suchtfördernden Funktionen künftig nicht mehr nutzen dürfen. Plattformen sollen nach dem Willen der Regierung dafür sorgen, dass Userinnen und User für den Staat identifizierbar sind – und Behörden sollen "ab einer gewissen Deliktschwere" auf diese Daten zugreifen können.