Eine von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingesetzte Expertengruppe empfiehlt, den Zugang zu Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat EU-weit erst ab 13 Jahren zu erlauben und für jüngere Kinder strenge Auflagen einzuführen.

Der Bericht und seine Kernpunkte

Die Expertengruppe unter dem Vorsitz des Ulmer Kinder- und Jugendpsychiaters Jörg Fegert legte am Montag in Brüssel ihren Abschlussbericht vor. Demnach sollen Kinder unter 13 Jahren Soziale Medien grundsätzlich nicht eigenständig nutzen dürfen. Erlaubt wäre die Nutzung demnach "nur im Beisein der Eltern oder anderen Aufsichtspersonen, die den Account verwalten". Die Empfehlung ist als Leitlinie für die EU-Mitgliedstaaten gedacht.

Fegert, der Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Ulm ist, warnte mit Blick auf bestehende Risiken: "Wir haben keine Zeit. Kinder und Jugendliche sind jetzt und heute mit großen Risiken durch technologisches Design und durch inadäquate Inhalte auf Social Media Plus konfrontiert." Die Gruppe betonte zugleich, dass es aus wissenschaftlicher Sicht keine eindeutig richtige Altersgrenze gebe.