Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat beim NATO-Gipfel in Ankara ein deutliches Zeichen der Einigkeit gefordert und zugleich Gespräche über mittlere Reichweitenwaffen als Bewegung, aber noch nicht als Ergebnis bezeichnet.

Am Morgen des zweiten Gipfeltages sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk, er hoffe auf ein starkes Signal der Geschlossenheit. Diese Einigkeit sei nötig, um die strategische Lücke bei Mittelstreckenwaffen zu schließen, die durch den angekündigten Abzug amerikanischer Fähigkeiten aus der NATO-Planung entstanden sei. Das Treffen in der Türkei stand damit unmittelbar im Zeichen des Umgangs mit der veränderten Rolle der USA innerhalb des Bündnisses.