Beim NATO-Gipfel in Ankara haben die Staats- und Regierungschefs am 7. Juli 2026 über die Lastenteilung im Bündnis, neue Rüstungsprojekte im Milliardenwert und die weitere Unterstützung der Ukraine beraten.
Ukraine-Hilfen im Zentrum
Im Mittelpunkt des Treffens stand ein im Vorfeld erzieltes Grundsatzabkommen über finanzielle Hilfen für die Ukraine. Demnach sind jährlich mindestens 70 Milliarden Euro über einen Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen – insgesamt 140 Milliarden Euro. Das Geld soll für militärisches Gerät, Unterstützung und Ausbildung eingesetzt werden. Das Plenum des Gipfels wird dieses Abkommen voraussichtlich endgültig billigen.
Nach Angaben aus dem Kreis der Bündnispartner wird zudem ein EU-Hilfspaket von rund 60 Milliarden Euro auf diese Summe angerechnet; das Paket läuft bis Ende 2027. Damit bündeln EU und NATO ihre Anstrengungen, um Kiew langfristig abzusichern. Gleichzeitig wächst der Druck auf die europäischen Mitglieder, mehr Verantwortung in der Bündnisverteidigung zu übernehmen.
Am Rande des Gipfels trafen NATO-Generalsekretär Mark Rutte und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zusammen. Ein Foto, das der Pressedienst des ukrainischen Präsidentenamtes am 7. Juli 2026 herausgab und das mit dem Vermerk "AFP PHOTO / UKRAINE PRESIDENCY / HANDOUT" versehen ist, dokumentiert das Treffen. Inhaltliche Details des Gesprächs wurden zunächst nicht öffentlich gemacht.
