Beim zweitägigen NATO-Gipfel in Ankara haben die 32 Staats- und Regierungschefs am Dienstagabend mit einem gemeinsamen Abendessen begonnen und am Rande milliardenschwere Rüstungsprojekte auf den Weg gebracht, während US-Präsident Donald Trump Europa mit der Drohung weiterer Truppenabzüge unter Druck setzte.

Auftakt in Ankara: Gipfel mit Symbolkraft

Der NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara bringt die Staats- und Regierungschefs der 32 Bündnisstaaten für zwei Tage zusammen. Die Türkei ist als Gastgeber die zweitgrößte Armee im Bündnis, weshalb die Wahl des Veranstaltungsortes auch programmatische Bedeutung hat. Das offizielle Programm begann am Abend mit einem gemeinsamen Abendessen der Staats- und Regierungschefs; die eigentlichen Beratungen folgten am Mittwoch. Schon am Vortag war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Stadt eingetroffen, wie der Deutschlandfunk am 7. Juli 2026 berichtete.

Bereits am Rande des Gipfels stellte NATO-Generalsekretär Mark Rutte neue Rüstungsprojekte im Wert von mehreren Milliarden Euro vor. Geplant ist unter anderem die Ablösung einer Flotte von 14 AWACS-Aufklärungsflugzeugen. Damit reagieren die Bündnispartner auf die wachsende Bedrohung durch Drohnen: Die Alliierten wollen in den kommenden fünf Jahren mehr als 40 Milliarden US-Dollar in die Drohnenabwehr investieren. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wollen mehrere Staaten am Gipfel zudem Rüstungsgeschäfte im Wert von mehreren zehn Milliarden Dollar ankündigen.