Matura 2026: 98 Prozent bestehen, Burgenland und Steiermark mit den meisten Einsern
Wien, 19. Juni 2026
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Kurzfassung
Das Bildungsministerium hat am Freitag die vorläufigen Ergebnisse der Matura 2026 veröffentlicht: Mindestens 98 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten haben bestanden. In Mathematik erreichten 15 Prozent an AHS und BHS ein Sehr gut, in Deutsch und Englisch mussten nur vier bzw. fünf Prozent in eine Kompensationsprüfung.
Das österreichische Bildungsministerium hat am Freitag die vorläufigen Ergebnisse der Matura 2026 veröffentlicht, denen zufolge mindestens 98 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten in den standardisierten Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik an AHS und BHS nach Einrechnung der Jahresnote positiv beurteilt wurden.
Die am Freitag vom Bildungsministerium veröffentlichten vorläufigen Auswertungen zeigen, dass die Erfolgsquote bei der heurigen Matura in den zentral geprüften Fächern erneut sehr hoch ausfiel. "Mindestens 98 Prozent waren laut den am Freitag vom Bildungsministerium veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen nach Einrechnung der Jahresnote positiv."
Dabei unterscheiden die Statistiken zwischen der Allgemeinbildenden höheren Schule (AHS) und der Berufsbildenden höheren Schule (BHS). In Mathematik lag der Anteil der Sehr-gut-Noten an beiden Schulformen bei 15 Prozent. In Deutsch erreichten 21 Prozent der AHS-Schülerinnen und -Schüler und 16 Prozent der BHS-Absolventinnen und -Absolventen die Bestnote, wie aus den Daten hervorgeht: "In Deutsch waren es 21 bzw. 16 Prozent".
Spitzennoten nach Schulformen
In Englisch zeigte sich beim Notenbild ebenfalls ein deutlicher Unterschied zwischen den Schulformen: "Die Einserquote lag diesmal in Englisch an den AHS bei 23 Prozent, an den BHS wurden 17 Prozent mit einem Sehr gut benotet."
Auf Ebene der Bundesländer stachen einzelne Standorte besonders hervor. "Einen höheren Anteil an Spitzennoten als in anderen Bundesländern gab es diesmal an den AHS in Deutsch in der Steiermark (24)" – die Steiermark führt damit in Deutsch an den AHS die Bundesländerwertung an. In Mathematik an den AHS erreichte das Burgenland mit 19 Prozent den höchsten Anteil an Spitzennoten ("und in Mathe im Burgenland (19)"). In Englisch an den AHS lag Wien mit 22 Prozent vorne ("in Englisch in Wien (22)").
Regionale Unterschiede bei den Negativbeurteilungen
An den BHS teilten sich Oberösterreich, Tirol und die Steiermark in Englisch mit jeweils 19 Prozent die Spitzenposition. Den höchsten Anteil an Negativnoten in Englisch an den BHS verzeichneten Vorarlberg und Salzburg mit jeweils zwei Prozent, wie die Auswertung zeigt: "in Englisch in Vorarlberg und Salzburg (je zwei Prozent)".
In Mathematik an den BHS entfielen die höchsten Anteile an Negativbeurteilungen auf Niederösterreich und Wien, "in Mathematik in Niederösterreich und Wien (je rund drei Prozent)". An den AHS lag die Durchfallquote in Mathematik in Salzburg, der Steiermark, Tirol und Wien bei jeweils drei Prozent. In Deutsch an den AHS zeigten Wien und Vorarlberg mit jeweils rund einem Prozent die höchste Negativquote, "Bei den Nicht genügend stechen an den AHS in Deutsch Wien und Vorarlberg mit allerdings auch nur rund einem Prozent hervor".
Kompensationsprüfungen: Mathematik als größte Hürde
Bei den Kompensationsprüfungen, die nötig werden, wenn die schriftliche Note negativ ausfiel, das Jahreszeugnis aber positiv war, zeigen sich deutliche fachliche Unterschiede. In Mathematik musste ein vergleichsweise hoher Anteil der Kandidatinnen und Kandidaten antreten: "In Mathe musste allerdings fast ein Zehntel eine Kompensationsprüfung ablegen, um wenigstens auf ein 'Genügend' zu kommen." In Deutsch und Englisch waren es dagegen deutlich weniger: "In Deutsch und Englisch waren es nur vier bzw. fünf Prozent."
Ein traditionelles Muster bestätigt sich auch im heurigen Jahrgang: "In Deutsch hatten dabei traditionell die Mädchen die Nase vorne, in Mathematik die Burschen. Annähernd ausgeglichen waren die Zahlen bei Englisch."
Aus den Bundesländern werden ergänzende Detailauswertungen gemeldet. In Niederösterreich haben heuer "rund 7.600 Schülerinnen und Schüler die Zentralmatura erfolgreich bestanden", wie aus einer Aussendung hervorgeht. Die Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) und Bildungsdirektor Karl Fritthum zeigten sich mit den Ergebnissen im Bundesland zufrieden und betonten: Die Matura eröffne "vielfältige Perspektiven" und bleibe ein zentraler Meilenstein im Bildungsweg junger Menschen, betonen sie.
Niederösterreich: 7.600 Absolventinnen und Absolventen
In Kärnten absolvierten heuer rund 2.500 Absolventinnen und Absolventen die Reifeprüfung. Die Bildungsdirektion des Bundeslandes veröffentlichte dazu eigene Auswertungen: "Für Kärntens Maturantinnen und Maturanten fällt die Bilanz der diesjährigen Reifeprüfungen äußerst erfreulich aus". Demnach lagen die Bestehensquoten "je nach Schulform und Fach 98 oder 99 Prozent die standardisierten Reifeprüfungen".
Allerdings schnitt Kärnten bei den Spitzennoten in Mathematik an den AHS im Bundesländervergleich am schwächsten ab: "belegt Kärnten im österreichweiten Vergleich den letzten Platz". Die Bestnotenquote lag dort laut Bildungsdirektion bei 13,1 Prozent ("Mit einer Quote von 13,1 Prozent bei den Bestnoten"). "Mit einer Quote von 13,1 Prozent bei den Bestnoten" entspricht dies dem unteren Ende der AHS-Werte.
Kärnten: Letzter Platz bei Mathe-Bestnoten an AHS
In Kärntens AHS gab es in Mathematik "mit 1,9 Prozent geringfügig mehr negative Beurteilungen als im Jahr zuvor", an den BHS scheiterten in der angewandten Mathematik 1,9 Prozent der Angetretenen. In den Fächern Deutsch und Englisch verzeichnete der Jahrgang ebenfalls ein leichtes Minus bei den Einsen, wie aus den Daten hervorgeht: "In den Fächern Deutsch und Englisch verzeichnete der Jahrgang ebenfalls ein leichtes Minus bei den Einsen".
An den BHS in Kärnten zeigte sich zusätzlich ein Rückgang bei den Bestnoten, "was sich insbesondere im Fach Englisch bemerkbar machte". Die Erfolgsquote im gesamten Bundesland liegt laut Bildungsdirektion bei knapp 98 Prozent ("liegt die Erfolgsquote im gesamten Bundesland bei knapp 98 Prozent").
Insgesamt zeigen die vorläufigen bundesweiten Zahlen, dass die Matura 2026 trotz leichter Verschiebungen bei den Spitzennoten in einzelnen Bundesländern ein sehr beständiges Bild hoher Bestehensquoten aufweist. Die Endergebnisse nach abgeschlossenen Kompensationsprüfungen stehen noch aus.
Einordnung und Ausblick
Die hier berichteten Auswertungen basieren auf den am Freitag vom Bundesministerium veröffentlichten vorläufigen Zahlen sowie ergänzenden Meldungen der Bildungsdirektionen. Eine endgültige Bilanz wird nach Abschluss aller Kompensationsprüfungen und mündlichen Teile der Reifeprüfung erwartet. Der vorliegende APA-Bericht trägt das Datum 19.6.2026.
Fragen & Antworten
Welche Erfolgsquote weist die Matura 2026 vorläufig auf?
Laut den am Freitag vom Bildungsministerium veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen haben mindestens 98 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik an AHS und BHS nach Einrechnung der Jahresnote positiv abgeschlossen.
In welchen Fächern und Bundesländern gab es die meisten Sehr-gut-Noten?
In Deutsch an AHS führte die Steiermark mit 24 Prozent, in Mathematik an AHS das Burgenland mit 19 Prozent, und in Englisch an AHS Wien mit 22 Prozent. An BHS teilten sich Oberösterreich, Tirol und die Steiermark in Englisch mit je 19 Prozent die Spitzenposition.
Wie viele Schülerinnen und Schüler mussten in Mathematik in eine Kompensationsprüfung?
Fast ein Zehntel der Maturantinnen und Maturanten musste in Mathematik eine Kompensationsprüfung ablegen, um noch ein Genügend zu erreichen. In Deutsch und Englisch waren es nur vier bzw. fünf Prozent.
Matura 2026 Ergebnisse: Bestehensquoten und Einseranteile | nachrichten360