Die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen zum Gesetzesentwurf der Dreierkoalition zur Schaffung einer Bundesstaatsanwaltschaft als unabhängige Weisungsspitze der Justiz läuft noch bis 31. August, während Transparency International vor parteipolitischer Einflussnahme bei der Besetzung warnt.

Die Debatte um die geplante Bundesstaatsanwaltschaft in Österreich reißt nicht ab. Die Dreierkoalition hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in eine neue, unabhängige Behörde übergeführt werden soll. Betroffene Institutionen und Beobachterinnen und Beobachter können noch bis zum 31. August ihre fachlichen Stellungnahmen einbringen.

Transparency International äußerte Kritik an der Ausgestaltung des Vorhabens. Die Organisation erklärte, die Einbindung des Nationalrats dürfe nicht dazu führen, dass die sachlich begründete Auswahlentscheidung einer unabhängigen Kommission zum Gegenstand parteipolitischer Verhandlungen werde. Damit trifft der Entwurf auf eine zentrale Sorge der Zivilgesellschaft: die Wahrung der Unabhängigkeit der Justiz.