Wien, 01 August 2026
Die Kritik an der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) und am Entwurf für ihre Reform reißt nicht ab, wobei sowohl Grüne als auch FPÖ den Entwurf zuletzt beanstandet haben.
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sieht sich nach wie vor mit Kritik konfrontiert. Auslöser ist der vorliegende Reformentwurf, der die Stellung der Behörde im Justizsystem neu regeln soll. Sowohl die FPÖ als auch die Grünen haben den Entwurf in den vergangenen Wochen öffentlich beanstandet, wie aus den vorliegenden Stellungnahmen hervorgeht.
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Frage, in welchem Umfang gewählte Abgeordnete sich während laufender Ermittlungen über den Stand strafrechtlicher Verfahren informieren dürfen. Die WKStA äußerte sich dazu in ungewöhnlich deutlicher Form. In einer Stellungnahme heißt es, es sei „jeder Nachvollziehbarkeit“ entzogen, warum sich Parteipolitiker „in ihrer Funktion als Abgeordnete während laufender Verfahren“ über die Ermittlungen informieren können sollten. Dies betreffe den Schutz der Ermittlungen und der ermittelnden Personen.
