Ein 39-jähriger Mann wurde am Samstag in Salzburg festgenommen, weil er verdächtigt wird, den Babynahrungshersteller Hipp erpressen zu wollen.
Festnahme und Vorwürfe
Der Mann steht im Verdacht, absichtlich die Öffentlichkeit gefährdet und versucht zu haben, schwere Körperverletzung zu begehen. Bei Durchsuchungen wurde in seiner Wohnung Rattengift gefunden, das nach Angaben seines Anwalts jedoch für landwirtschaftliche Tätigkeiten in der Slowakei bestimmt gewesen sei. Der Verdächtige bestreitet alle Vorwürfe.
Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat beantragt, den Mann in Untersuchungshaft zu nehmen. Über diesen Antrag wird am Dienstag entschieden. Der Beschuldigte war früher bei Hipp angestellt, verließ das Unternehmen jedoch im gegenseitigen Einvernehmen.
Manipulierte Babynahrung und Rückruf
Bereits im April waren in Österreich, Tschechien und der Slowakei fünf manipulierte Gläser mit Hipp-Babynahrung sichergestellt worden, bevor sie verzehrt werden konnten. In einem der Gläser wurden 15 Mikrogramm Rattengift nachgewiesen. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung stehen noch aus. Ein zweites verdächtiges Glas wurde bislang nicht gefunden.

