Die EU plant im 21. Sanktionspaket gegen Russland deutliche Importbeschränkungen für Alaska-Seelachs, die nach Einschätzung des Thünen-Instituts die deutsche Fischverarbeitung empfindlich treffen und sich auf das Angebot von Fischstäbchen und anderen Tiefkühlprodukten auswirken dürften.

Den Plänen der EU-Kommission zufolge, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen, soll die Importmenge von russischem Alaska-Seelachs in die EU sofort nach Inkrafttreten des neuen Sanktionspakets auf den Durchschnittswert der Jahre 2023 bis 2025 begrenzt werden. Nach einem Jahr sollen dann nur noch 75 Prozent dieser Menge und nach zwei Jahren nur noch 50 Prozent eingeführt werden dürfen. Nach Angaben von Diplomaten soll das Paket spätestens im Juli beschlossen werden. Neben den Einfuhrbeschränkungen für Alaska-Seelachs ist demnach unter anderem auch ein komplettes Importverbot für russischen Kabeljau ab 2028 vorgesehen.