Brüssel, 17 Juli 2026
Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, der den europäischen Emissionshandel (ETS) reformieren und der Industrie längere Übergangszeiten beim Ausstieg aus Gratis-CO₂-Zertifikaten einräumen soll.
Das System läuft seit 2005 und ist ein "zentraler Pfeiler der EU-Klimapolitik – mit dem Ziel, Europa bis 2050 klimaneutral zu machen". Industriebetriebe mit hohem Energieverbrauch benötigen für jede Tonne CO₂ ein Zertifikat. Betroffen sind etwa Energiekonzerne, Stahlwerke, sowie die Zement- und Chemieindustrie.
In den letzten 20 Jahren ist der CO₂-Ausstoss der ETS-Unternehmen um rund die Hälfte gesunken. Dennoch finden mehrere EU-Länder und Teile der Industrie das System zu strikt und schädlich für die Wettbewerbsfähigkeit – teils wird sogar die Abschaffung gefordert.
