Kinshasa, 18 Juli 2026

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat sich das Ebola-Virus nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) so rasch ausgebreitet wie bei keinem früheren bekannten Ausbruch.

Ein Ausbruch auf Rekordtempo

Innerhalb von nur zwei Monaten wurden in der Region 2073 Fälle bestätigt, 796 Menschen starben an den Folgen der Infektion. WHO-Chef Tedros Ghebreyesus warnte am Freitag in Genf, der Ausbruch überhole die Reaktion der Helfer weiterhin. „Das ist keine Wohltätigkeit, sondern eine Investition in nationale Sicherheit“, sagte Tedros und forderte die Geberstaaten zu mehr Unterstützung auf.

Nach WHO-Angaben werden mehr als 80 Prozent der neuen Fälle außerhalb bereits identifizierter Kontaktlisten entdeckt. Das erschwere die Nachverfolgung von Infektionsketten erheblich. Tedros räumte ein, dass der Ausbruch die Reaktion weiterhin „überholt“ – wörtlich übersetzt: schneller vorankommt als die Eindämmungsmaßnahmen.