Wien, 17 Juni 2026
Die neun österreichischen Bundesländer haben sich auf gemeinsame Forderungen für eine Gesundheitsreform verständigt und wollen künftig die Verantwortung für die niedergelassenen Fachärzte übernehmen.
Die Position, die bei der bevorstehenden Landeshauptleutekonferenz in Tirol finalisiert werden soll, sieht unter anderem die Zusammenführung von Finanzierung und Zuständigkeit, eine gemeinsame Risikotragung sowie eine solidarische Finanzierung des medizinischen Fortschritts vor. Ergänzend fordern die Länder, Krankenhäuser als kritische Infrastruktur zu stärken und eine verbindliche Patientensteuerung zu verankern. Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) wertete den Schritt als deutliches Signal: "Die Einigung der neun Bundesländer auf eine gemeinsame Reformposition ist ein starkes Signal und ein wichtiger Beitrag für die laufenden Reformgespräche".
