Das Oberste Gericht Südkoreas hat am Donnerstag die siebenjährige Haftstrafe gegen den ehemaligen Präsidenten Yoon Suk-yeol wegen Justizbehinderung und weiterer Vorwürfe im Zusammenhang mit der kurzzeitigen Verhängung des Kriegsrechts im Dezember 2024 bestätigt.
In einer im Fernsehen übertragenen Verhandlung erklärte ein Richter des Obersten Gerichts am Donnerstag, dass sämtliche Berufungen gegen das Urteil zurückgewiesen würden. Die Entscheidung der Vorinstanz enthalte keine Fehler, hieß es. Mit dem Spruch ist die Strafe nun rechtskräftig.
Hintergrund: Nur Stunden des Kriegsrechts
Hintergrund des Verfahrens ist die nur wenige Stunden andauernde Verhängung des Kriegsrechts durch Yoon am 3. Dezember 2024. Die Maßnahme hatte das Land in eine schwere politische Krise gestürzt. Sie erfolgte vor dem Hintergrund eines Konflikts zwischen der Regierung und dem von der Opposition dominierten Parlament über den Haushalt.
