Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung kritisiert, dass die Tarifbindung in Deutschland mit rund 49 Prozent weit hinter den EU-Vorgaben zurückbleibt, während die Frist für nationale Aktionspläne Ende 2025 ablief.
Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hat Deutschland eine unzureichende Tarifbindung attestiert. Nach Berechnungen des Instituts arbeiten nur etwa 49 Prozent der Beschäftigten in Deutschland in Unternehmen, die an einen Tarifvertrag gebunden sind. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich im Mittelfeld und weit hinter Spitzenreitern wie Italien und Belgien, die eine Tarifbindung von 100 Prozent aufweisen.
