Die Arbeiterkammer (AK) hat am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien die rasche Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie in Österreich gefordert und die Blockadehaltung der Arbeitgebervertretung scharf kritisiert.
Blockadehaltung der Arbeitgeber
AK-Präsidentin Renate Anderl bezeichnete die Verzögerungstaktik der Wirtschaftskammer als "nicht akzeptabel". "Die Blockade der Arbeitgebervertretung in den Verhandlungen sei nicht akzeptabel, damit würde vielen Frauen ein gerechtes Einkommen verwehrt", kritisierte Anderl. Sie appellierte an die Unternehmen, "endlich die Barrikaden wegzuräumen und den Weg für eine Einigung freizuräumen".
Die EU-Abgeordnete Evelyne Regner (SPÖ) unterstützte diese Forderung und betonte, die Richtlinie sei "beschlossenes Recht". "Diese einfach nicht umzusetzen, weil es einem nicht passt, sei ein No Go", so Regner. Sie wies darauf hin, dass die Richtlinie handwerklich und inhaltlich gut sei und die Lebenssituation von Millionen Frauen verbessern werde.
