Wien, 30 Juni 2026
Beschäftigte in Österreich fehlten im Jahr 2025 im Durchschnitt 14,7 Kalendertage am Arbeitsplatz, wie aus dem aktuellen Fehlzeitenreport des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo hervorgeht.
Kurze Krankenstände auf Rekordhoch
Die durchschnittliche Krankenstandsdauer sank damit gegenüber dem Vorjahr um 2,7 Prozent, als noch 15,1 Tage pro erwerbstätiger Person erreicht worden waren. Der Anteil der Versicherten, die mindestens einmal im Jahr krankgemeldet waren, ging um einen Prozentpunkt zurück. Die Krankenstandsquote lag laut Report bei rund vier Prozent des Arbeitsvolumens und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei den kurzen Krankenständen: Mit 44,7 Prozent aller erfassten Fälle wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Im Jahr 2008 hatten solche Kurzkrankenstände unter vier Tagen noch 30,5 Prozent ausgemacht, 2019 bereits 41,7 Prozent. Eine einzelne Krankschreibung dauerte im Mittel 9,1 Tage. Die kurzen Fälle machen rund zehn Prozent aller Krankentage aus, während 1,1 Prozent der Langzeitfälle für 27,9 Prozent der Krankentage verantwortlich sind.
