Beschäftigte der Wiener Justizanstalt Josefstadt haben am Donnerstagmorgen den Dienst für drei Stunden auf das Nötigste heruntergefahren, um gegen die Überbelegung der Haftanstalt zu protestieren.

Die Aktion an der Justizanstalt (JA) Wien-Josefstadt lief nach Angaben der GÖD-Justizwachegewerkschaft zwischen 8:00 und 11:00 Uhr. In diesem Zeitraum sei der Dienstbetrieb auf ein Minimum reduziert worden, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Damit sollte Druck auf die politisch Verantwortlichen im Justizministerium aufgebaut werden, die Arbeitsbedingungen in den österreichischen Haftanstalten zu verbessern.

Hintergrund des Protests ist die anhaltende Überbelegung der JA Wien-Josefstadt. Insgesamt rund 200 Bedienstete beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben an der Aktion. Sie kritisieren, dass die personelle Ausstattung nicht mit der Zahl der Insassinnen und Insassen Schritt halte und dass sich daraus täglich neue Belastungen für das Wachpersonal ergäben.