Peter Westenthaler, Mitglied des ORF-Stiftungsrats, hat die Forderung erhoben, die Wahl des neuen ORF-Generaldirektors auf den 11. Juni vorzuverlegen. Dies geht aus mehreren bestätigten Quellen hervor.
Kritik an mangelnder Transparenz
Westenthaler übt scharfe Kritik an der derzeitigen interimistischen Führung des ORF. Er bemängelt insbesondere die fehlende Transparenz und Kommunikation seitens der Übergangsleitung. "Es gibt keine klaren Informationen, wie es weitergehen soll", so Westenthaler. Seine Forderung nach einer früheren Wahl soll nach seinen Angaben dazu beitragen, die Unklarheiten zu beseitigen und eine stabile Führung des Senders zu gewährleisten.
Der ORF-Stiftungsrat steht derzeit unter Druck, nachdem es zuletzt mehrere Kontroversen um die Führungsebene gegeben hat. Die interimistische Leitung, zu der unter anderem Pius Strobl und Ingrid Thurnher gehören, steht in der Kritik, nicht ausreichend über die nächsten Schritte zu informieren. Westenthaler betont, dass eine rasche Klärung der Führungsfrage notwendig sei, um die Glaubwürdigkeit des ORF zu erhalten.
Untersuchung zu Vorwürfen gegen Weißmann gefordert
Neben der Forderung nach einer vorgezogenen Wahl verlangt Westenthaler auch eine genaue Untersuchung der Motive der Frau, die Roland Weißmann beschuldigt hatte. Weißmann, der als Kandidat für das Amt des ORF-Generaldirektors gehandelt wurde, war zuvor mit Vorwürfen konfrontiert worden, die seine Position erschütterten. Westenthaler sieht hier mögliche Unstimmigkeiten und fordert eine unabhängige Aufklärung.

