Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant, die von der Pflegekasse gezahlten Rentenbeiträge für pflegende Angehörige deutlich zu senken, und hält trotz breiter Kritik an der Abschaffung der 100.000-Euro-Einkommensgrenze für unterhaltspflichtige Kinder fest.

Warken will erreichen, dass die Pflegeversicherung künftig nur noch bis zu 70 Prozent der Rentenversicherungsbeiträge für pflegende Angehörige übernimmt. Damit würden die Rentenansprüche der oft ohne Lohn arbeitenden Pflegenden sinken. Die Ministerin begründet den Schritt mit steigenden Zahlen von Pflegebedürftigen und steigenden Kosten.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz und weitere Verbände hatten das Vorhaben bereits in den vergangenen Tagen als unzureichend kritisiert. Auch Warkens Pläne zur 100.000-Euro-Grenze stoßen auf Widerstand. Warken erklärte dazu, die 2019 beschlossene Schwelle müsse "auf den Prüfstand gestellt" werden, da die finanzielle Lage dies erfordere.