Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Reform der Pflegeversicherung stoßen in Nordrhein-Westfalen und in mehreren Bundesländern auf scharfe Kritik.

Warken hatte in dieser Woche ihren Gesetzentwurf vorgestellt, der zahlreiche Sparmaßnahmen in der gesetzlichen Pflegeversicherung vorsieht. Demnach sollen unter anderem Kinderlose 0,1 Prozentpunkte mehr als bislang in die Gesetzliche Pflegeversicherung einzahlen, die Hürden für die Einstufung in einen Pflegegrad angehoben und Gehaltssteigerungen gedeckelt werden. Der Entwurf sieht zudem eine zeitliche Verschiebung von Entlastungszuschlägen für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner vor, deren Zuschlag mit der Verweildauer steigt.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums droht der Pflegeversicherung in den kommenden zwei Jahren ein Defizit von 22,5 Milliarden Euro. Der Entwurf zielt darauf, die Ausgaben zu senken und die Einnahmen zu erhöhen. Geplant sind höhere Belastungen für Besserverdienende, Kinderlose und Mini-Jobber. Gleichzeitig sollen Leistungen gekürzt oder schwerer zu erhalten sein, unter anderem durch strengere Kriterien für die Anerkennung eines Pflegebedarfs. Zudem sollen die Pflegekassen künftig geringere Beiträge für pflegende Angehörige zahlen.