Johann Wadephul hat in einer Rede bei der Stresemann-Gesellschaft in Mainz vor den außenpolitischen Folgen einer Regierungsbeteiligung der AfD gewarnt und der Partei eine Nähe zu Russland sowie eine Abkehr von Europa vorgeworfen.

Der CDU-Politiker Johann Wadephul äußerte sich am Abend bei der Stresemann-Gesellschaft in Mainz und warnte vor den außenpolitischen Konsequenzen, falls die AfD in Regierungsverantwortung gelangt. Die Warnung fiel in eine Phase, in der die AfD in Umfragen für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vor den im September anstehenden Landtagswahlen auf dem ersten Platz liegt.

In seiner Rede griff Wadephul die AfD scharf an und warf ihr vor, sich auf Ausgrenzung, Isolation und die Spaltung der Gesellschaft zu stützen. Die Partei teile nach seiner Einschätzung weder das Bekenntnis zu Europa, zur Westbindung und zum transatlantischen Verhältnis noch die Absage an nationalistische Dominanzträume. Wörtlich sagte er: „Das Bekenntnis zu Europa, zur Westbindung, dem transatlantischen Verhältnis sowie zu einer Absage an nationalistische Dominanzträume teile diese Partei nicht."