In Berlin mehren sich Spekulationen über einen möglichen „Kanzlertausch“ innerhalb der CDU/CSU, bei dem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst den amtierenden Kanzler Friedrich Merz ablösen könnte.

Das Magazin Stern und die Bild-Zeitung berichteten über entsprechende Überlegungen in der Union. Hintergrund ist die zunehmende Unpopularität der schwarz-roten Bundesregierung unter Friedrich Merz, die laut Umfragen noch hinter den Werten des Vorgängerkabinetts von Olaf Scholz und dessen Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP zurückbleibt.

Hendrik Wüst, 50, führt in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, eine schwarz-grüne Koalition. Anders als Merz, der die Grünen 2023 als „Hauptgegner“ bezeichnete und im Bundestagswahlkampf 2025 gegen „grüne und linke Spinner“ wetterte, pflegt Wüst ein pragmatisches Verhältnis zu den Grünen.