Johann Wadephul hat den angekündigten Stopp der Arbeit des Goethe-Instituts in Russland öffentlich bedauert, während die Europäische Union zugleich neue Sanktionen gegen rund 1.600 Personen und Unternehmen mit Bezug zum russischen Rüstungs-Industriekomplex vorbereitet.
Das Goethe-Institut hatte zuvor mitgeteilt, dass es seine Tätigkeit in Russland nach rund 35 Jahren einstellt. Hintergrund ist eine Entscheidung der russischen Behörden, die ausländische Kulturarbeit in dem Land weitgehend unmöglich macht. Wadephul äußerte sich am Rande von Beratungen mit seinen europäischen Amtskollegen in Irland zu dem Schritt.
Er sprach von einem schmerzlichen Einschnitt in die deutsch-russischen Kulturbeziehungen. Das Institut habe über Jahrzehnte Brücken zwischen den Gesellschaften gebaut, sagte Wadephul laut den vorliegenden Informationen. Mit der Schließung gehe ein wichtiger Kanal des Dialogs verloren.
