Berlin, 03 September 2026

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Schließung des Goethe-Instituts in Moskau und weiteren Standorten in Russland verfügt, womit die Bundesrepublik ihren letzten großen Kulturetat im Land verliert.

Die Entscheidung aus dem Kreml trifft das Goethe-Institut in einer Phase, in der die kulturellen Verbindungen zwischen Deutschland und Russland ohnehin auf ein Minimum geschrumpft sind. Mit der Anordnung Putins verliert die Bundesrepublik ihren letzten verbliebenen Kulturetat in der Russischen Föderation und damit ein jahrzehntelang gepflegtes Austauschprogramm, das einst Zehntausenden Russinnen und Russen den Zugang zur deutschen Sprache und Kultur ermöglichte.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Kreml die Arbeit westlicher Kulturinstitutionen systematisch erschwert. Visavergaben wurden verweigert, Räumlichkeiten entzogen, Kooperationspartner unter Druck gesetzt. Nun geht die russische Führung einen weiteren Schritt und macht die Schließung des Goethe-Instituts in Moskau sowie der Außenstellen in St. Petersburg und weiteren Städten wie Ludwigshafen zur Regelung.