Bundesaußenminister Johann Wadephul hat die von Berlin verhängten Sanktionen gegen Russland nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle als schweren Fehler kritisiert.
Hintergrund des Vorfalls
Der Außenminister äußerte seine Kritik vor dem Hintergrund eines Vorfalls, bei dem nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden eine Drohne mit Sprengstoff im Umfeld des Flughafens Leipzig/Halle entdeckt worden war. Den Vorgang ordnen die Behörden in den Bereich hybrider Angriffe ein. Wadephul wandte sich gegen den Kurs der Bundesregierung, mit zusätzlichen Sanktionen auf den Vorfall zu reagieren, und sprach von einem Fehlverständnis der eigenen Handlungsfähigkeit.
Aus den vorliegenden Berichten geht hervor, dass am Flughafen Leipzig/Halle ein Flugzeug umgeleitet werden musste. Darüber hinaus wurde nach Angaben aus den Ermittlungen offenbar eine weitere Drohne mit Sprengstoff entdeckt. Die Vorfälle hatten in den vergangenen Tagen sowohl die Sicherheitsbehörden als auch die Bundespolitik intensiv beschäftigt. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte angekündigt, dass die Verantwortlichen für solche Angriffe bezahlen würden.
