EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Russland vorgeworfen, in Europa gezielt Misstrauen und Angst zu säen, während Deutschland mögliche russische Verbindungen zu Sabotageakten untersucht.

Die EU-Kommission hat am Dienstag ihre volle Solidarität mit Deutschland bekrundet. Hintergrund sind Recherchen von Süddeutscher Zeitung, WDR und NDR, denen zufolge Ermittler zwei mögliche Täter mit Verbindungen nach Russland identifiziert haben. Demnach handelt es sich um einen in Russland geborenen Mann mit lettischem Pass sowie einen belarussischen Mann mit russischem Pass, der zuvor wegen mehrerer Straftaten aufgefallen war.

Von der Leyen äußerte sich in Brüssel besorgt über die offenbar gezielten Versuche Moskaus, in der europäischen Gesellschaft Zwietracht zu erzeugen. Sie warf der russischen Führung vor, das Vertrauen der Bürger in demokratische Institutionen und in die Sicherheit europäischer Infrastrukturen untergraben zu wollen. Die Kommissionspräsidentin kündigte an, die europäische Abwehr gegen hybride Bedrohungen weiter zu verstärken.