Rom, 14 August 2026

Italiens Innenminister Matteo Piantedosi hat Vorwürfe aus Spanien zurückgewiesen, wonach sein Land die Migrationsbewegung über die nordafrikanische Exklave Ceuta politisch gegen Madrid instrumentalisieren wolle, und die Maßnahme als rein nationale Sicherheitsentscheidung verteidigt.

Die Kontroverse war durch einen Beitrag des US-Politikwissenschaftlers Stephen Zunes in der Zeitschrift The Nation neu befeuert worden. Zunes, Professor für Politikwissenschaft an der University of San Francisco, vermutete in dem Artikel, die marokkanische Monarchie habe die Migrationsbewegung orchestriert, mehr noch: sie handele als ausführender Arm eines rechtsgerichteten amerikanisch-israelisch-marokkanischen Komplotts. Ziel sei, progressive Positionen in Europa zu schwächen und Sánchez zu demontieren. Die in Marokko formulierten Thesen über eine gezielte Steuerung illegaler Migration durch ausländische Akteure werden in Madrid und Brüssel aufmerksam registriert, sind aber bislang nicht von unabhängiger Seite belegt.