Im Mai 2021 kam es an den spanischen Nordafrika-Exklaven Ceuta und Melilla zu einem beispiellosen Massenandrang von Migranten, bei dem mindestens 16 Menschen im Wasser starben, nachdem marokkanische Grenzschützer ihre Posten verlassen hatten.
Die Krise nahm am 17. Mai 2021 ihren Ausgang, als binnen weniger Stunden rund 8000 Menschen aus Marokko kommend die Grenze zur spanischen Exklave Ceuta erreichten. Viele von ihnen schwammen im Meer oder wateten bei Flut durch seichtes Wasser. Bilder von Familien mit Kindern im Grenzfluss gingen um die Welt und lösten in Spanien eine heftige politische Debatte aus.
Bereits zu Beginn des Andrangs hatte die spanische Regierung erklärt: "Mindestens 16 Menschen seien bereits tot aus dem Wasser geborgen worden". Die meisten Opfer ertranken bei dem Versuch, schwimmend die Küste zu erreichen. Rettungskräfte und das spanische Rote Kreuz waren im Dauereinsatz, konnten aber nicht alle Menschen rechtzeitig aus dem Wasser ziehen.
