Die US-Investmentfirma Castlelake hat am Freitag bestätigt, dass sie ein Übernahmeangebot für die britische Billigfluggesellschaft Easyjet prüft.
Die Aktie von Easyjet stieg an der Londoner Börse nach Bekanntwerden der Nachricht zeitweise um 11 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Anfang März. Castlelake betonte jedoch, dass die Überlegungen sich in einem frühen Stadium befänden und es keine Sicherheit für ein tatsächliches Angebot gebe.
Zuerst hatte die britische Website „Betaville“ über die Übernahmeüberlegungen berichtet. Castlelake hat nach eigenen Angaben bislang noch nicht mit dem Verwaltungsrat von Easyjet gesprochen.
Easyjet reagierte auf die Spekulationen mit dem Hinweis, man bestehe für die eigenen Aktionäre auf den bestmöglichen Konditionen. Bereits im Oktober 2025 hatte es Spekulationen über ein Übernahmeangebot des Schweizer Schifffahrtsriesen MSC gegeben, das jedoch nicht zustande kam.
EU-Eigentumsregeln als Hürde
Ein zentrales Hindernis für eine Übernahme durch Castlelake sind die europäischen Eigentumsvorschriften. Airlines müssen mehrheitlich im Besitz und unter der Kontrolle von EU-Bürgern sein, um die Betriebslizenz in der Region zu erhalten.