Das Europäische Parlament hat am 19. Mai 2026 in Straßburg strengere Zollregeln für Stahlimporte beschlossen, um die europäische Stahlindustrie zu schützen.

Die neuen Vorschriften sehen vor, dass die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt wird – ein Rückgang um 47 Prozent gegenüber bisher.

Mengen, die diese Grenze überschreiten, werden mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt, doppelt so hoch wie der bisherige Satz.

Die Maßnahme zielt darauf ab, die europäische Stahlindustrie vor billigen Importen aus Ländern wie China, Indien und der Türkei zu schützen.

Laut der Europäischen Stahlassoziation stammten 2024 nur noch 7 Prozent des weltweit produzierten Stahls aus der EU, während Asien 74 Prozent ausmachte.

Hintergrund

EU-Kommissar Costas Kadis warnte im Europäischen Parlament vor den globalen Überkapazitäten, die bis 2026 auf 721 Millionen Tonnen ansteigen könnten.