Ein Bundesgericht in Boston hat am Dienstag seine einstweilige Verfügung gegen die von der US-Regierung unter Donald Trump geplante Verschärfung der Briefwahl-Regeln auf alle 50 Bundesstaaten ausgeweitet und gilt nun landesweit.

Das Gericht in Boston weitete ein bisher vorläufiges Verbot der geplanten Regeln von bislang 23 auf alle 50 Bundesstaaten aus, wie aus der einstweiligen Verfügung hervorgeht. Damit ist die umstrittene Neuregelung nun im gesamten Land vorerst gestoppt.

Hintergrund des Verfahrens

Hintergrund des Verfahrens ist der Versuch der US-Regierung, den Zugang zur Briefwahl über den US-Postdienst (USPS) stärker zu beschränken. Kritikerinnen und Kritiker, darunter prominente Demokratinnen und Demokraten, hatten die Pläne als Einschränkung des Wahlrechts kritisiert. Das Justizministerium hatte die Regelung zuvor gegen den Widerstand aus dem Kongress vorangetrieben, in dem Senat und Repräsentantenhaus teils scharfe Einwände gegen das Vorhaben geäußert hatten.