Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, hat Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) vorgeworfen, einen angekündigten Aktionsplan gegen Sozialleistungsmissbrauch nicht vorgelegt zu haben.
Vorwurf der Verschleppung
Krings sagte der Rheinischen Post, Bas habe den Plan bereits im Juli präsentieren sollen. Nichts sei jedoch geschehen. Die Bundesregierung müsse endlich wirksame Maßnahmen gegen organisierte Formen des Sozialleistungsmissbrauchs ergreifen, forderte der CDU-Politiker.
Hintergrund der Debatte ist die Frage, unter welchen Voraussetzungen Sozialleistungen an Personen gezahlt werden, gegen die ein offener Haftbefehl vorliegt. Nach rechtlicher Einschätzung bedeutet ein offener Haftbefehl nicht zwingend, dass die gesuchte Person die Tat begangen hat: „Ein offener Haftbefehl bedeutet nicht zwingend, dass die gesuchte Person die Tat begangen hat - sie kann auch lediglich tatverdächtig sein, wobei ein Gericht einen 'dringenden Tatverdacht' und gegebenenfalls Wiederholungs- oder Fluchtgefahr feststellen muss."