Genf, 11 Juni 2026
Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hat am Donnerstag seinen jährlichen «Global Trends»-Bericht vorgelegt, wonach die Zahl der Vertriebenen weltweit erstmals seit zehn Jahren um etwa vier Prozent auf 41,6 Millionen gesunken ist.
Insgesamt sind nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks derzeit fast 118 Millionen Menschen weltweit vertrieben. Der Rückgang um etwa vier Prozent geht demnach vor allem auf Rückkehrbewegungen in mehreren Ländern zurück. Besonders hohe Zahlen an Rückkehrern – sowohl Flüchtlinge als auch Binnenvertriebene – verzeichneten 2024 Afghanistan, Syrien und einzelne Regionen im Sudan.
Im vergangenen Jahr kehrten mehr als 10 Millionen Binnenvertriebene und fast 4,4 Millionen ins Ausland geflüchtete Menschen in ihre Herkunftsregionen zurück. Damit erreichten die weltweiten Rückkehrbewegungen den zweithöchsten Stand seit Beginn der Datenerhebung vor 60 Jahren. Allerdings betont der UNO-Flüchtlingskommissar, dass viele dieser Rückkehrer nicht freiwillig zurückgingen. Das gelte besonders für Afghanistan. Viele Flüchtlinge wurden aus dem Iran und Pakistan erneut gewaltsam vertrieben – zurück nach Afghanistan, sagt Salih.
